2025 war jedes vierte Gebäude mit einer Wärmepumpe ausgestattet
2025 gab es in der Schweiz 1,8 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung und 4,88 Millionen Wohnungen. Ein Drittel der Gebäude wurden mit Heizöl beheizt, 17% mit Gas. In jedem vierten Gebäude war eine Wärmepumpe installiert. Dies geht aus der neusten Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Ende 2025 wurden in der Schweiz 1,8 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung sowie 4,88 Millionen Wohnungen gezählt. Über eine Million aller Gebäude waren Einfamilienhäuser und mehr als die Hälfte der bewohnten Einfamilienhäuser (55%) wurden lediglich von einer oder von zwei Personen belegt. Die durchschnittliche Wohnfläche einer bewohnten Wohnung lag bei 102 m². Insgesamt 54% aller Wohnungen verfügen über drei oder vier Zimmer.
Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person betrug in der Schweiz 46,6 m². Dieser Wert war bis 2021 regelmässig angestiegen und stagniert seither. Nach Grossregion betrachtet lag die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in der Genferseeregion mit 42,5 m2 unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt. Am meisten Wohnfläche stand den Personen in der Ostschweiz (49,7 m²) und im Tessin (49,8 m²) zur Verfügung.
2025 betrug die durchschnittliche Grundrissfläche von Wohngebäuden 174 m². Bei Neubauten nimmt diese seit 2000 laufend zu. In den letzten zehn Jahren erstellte Wohngebäude wiesen eine durchschnittliche Grundrissfläche von 231 m² auf und boten gleichzeitig mehr Bewohnerinnen und Bewohnern Platz.
Weniger Ölheizungen und mehr Wärmepumpen
Die Hälfte der Wohngebäude in der Schweiz wurden im Jahr 2025 mit fossilen Energieträgern (Öl und Gas) beheizt. Die wichtigste Energiequelle fürs Heizen war weiterhin Heizöl, das in 33% aller Gebäude genutzt wurde. Dieser Anteil ist jedoch im Laufe der letzten 40 Jahre konstant zurückgegangen. In 17% aller Gebäude war eine Gasheizung installiert, wobei dieser Anteil zwischen städtischen und ländlichen Regionen stark variierte. In städtischen Gemeinden wurden 29% der Gebäude mit Gas beheizt, in ländlichen Gemeinden lediglich 4%.
Der Anteil der Gebäude mit einer Wärmepumpe (25%) hat sich seit dem Jahr 2000 versechsfacht. Drei Viertel der in den letzten zehn Jahren erbauten Gebäude verfügten über eine Wärmepumpe. In nahezu jedem dritten Einfamilienhaus (30%) war eine solche in Betrieb. 12% der Gebäude wurden mit Holz und 7% mit Elektrizität beheizt.
Auf Ebene der Haushalte sieht die Situation etwas anders aus. 58% der Haushalte heizten 2025 mit fossilen Energieträgern (32% Heizöl, 25% Gas) und 22% der Haushalte wohnten in einem Gebäude mit Wärmepumpe.
„Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt ändern.“
Mario Walser
Projekt untersucht Alternativen
Werden Erdwärmesonden nur zur Spitzenlastdeckung genutzt, reduziert sich die dem Erdreich entzogene Energiemenge deutlich. Das bedeutet: Bei gleicher Sondentiefe reichen 15 bis 25 % der ursprünglichen Sondenmeter – es müssen also deutlich weniger Erdwärmesonden gebohrt werden. Das reduziert die Investitionskosten und das Risiko, dass sich benachbarte Sonden gegenseitig beeinflussen («Wärmeklau»).
Überbauung in Baden
Hier setzt Renosource an. «Um zu untersuchen, wie sich ein Mehrquellensystem in der Praxis bewährt, begleiten wir seit 2023 den Heizungsersatz bei zwei Mehrfamilienhäusern in Baden im Kanton Aargau», erklärt Christoph Meier, Co-Projektleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Energietechnik der OST.
Die Überbauung «Im Kehl» gehört der Wohnbaugenossenschaft Lägern, stammt aus dem Jahr 1972 und wurde zuletzt in den 1990er-Jahren leicht saniert. Die Wärmeversorgung für die insgesamt 56 Wohnungen mit total 4190 m² Energiebezugsfläche erfolgte aus einer gemeinsamen Heizzentrale mit Ölkesseln. Der Wärmeenergiebedarf betrug in den vergangenen 14 Jahren durchschnittlich 60 000 l Heizöl respektive 600 MWh pro Jahr.
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